Was wird benötigt:

  • 1,5 m Maschenware, 1,5 m breit – wichtig ist ein dehnbares Material. Jersey oder reine Baumwolle ist für diesen Schnitt nicht geeignet. Am besten eignet sich hierfür Maschenware mit 5 % Elasthananteil
  • Ca.1 m Gummiband mit einer Breite von 4 cm.
  • Garn, Stecknadel, Schneiderkreide, sowie eine Schneider- und Papierschere
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Die Hosenbeine mit den inneren Beinnähten aufeinander legen und vorsichtig bügeln oder ein Hosenbein durch das andere ziehen. Die Hosenbeinhälfte weder gedehnt noch in Falten liegend mittig auf einen großen Papierbogen legen. Zuerst die Innennaht und danach die Bruchkante (normalerweise die Seitennaht) feststecken. Die Bruchkante ist auch der Fadenlauf, deshalb darauf achten, dass diese eine gerade Linie ergibt. Bei eventuellen Falten den Stoff zur Bruchkante hin glatt streichen, bevor diese fixiert wird. Anschließend die Außenlinien der Vorderhose nachzeichnen und die Nahtzugaben für den Taillenbund sowie Saum markieren.
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Nun die andere Hosenbeinhälfte spiegelverkehrt auf die Seite legen. Dabei die Bruchkante der Seitennaht an den zuvor eingezeichneten Fadenlauf anlegen. Der Bruch von der Hose muss wieder eine gerade Linie ergeben. Sollte die innere Beinnaht verdreht und nicht sichtbar sein (unten liegen), einfach den Abstand von der Beinnaht und diesem Stoffbruch messen und entsprechend auf das Papier übertragen. (Siehe Pfeile in der Abbildung). Anschließend die Außenkonturen von der Hinterhose nachzeichnen und auch wieder die Nahtzugaben für den Taillenbund und Saum markieren.
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Nun wird die seitliche Hosenlänge bestimmt. Zeichnen Sie im rechten Winkel ausgehend von dem zuvor eingezeichneten Fadenlauf die Fußweite (Saum) ein und korrigieren Sie eventuell die Länge den inneren Beinnähten.
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Jetzt wird der Hosenbund eingezeichnet. Die Bundbreite muss der Breite Ihres Gummibandes entsprechen. Die Bundlinie auf den Schnitt eintragen (siehe grün eingezeichnete Linie) und das Schnittmuster ausschneiden. Für den Taillenbund einen separates Schnittmuster mit folgenden Maßen erstellen: 2 x Bundbreite und 2 x Bundlänge, plus jeweils Nahtzugabe. Den Hosenschnitt an der eingezeichneten Fadenlauflinie falten und paralell zur Stoffwebkante (Fadenlauf) auf den doppelt und rechts auf rechts liegenden Stoff ausrichten. Das Material sollte in der Beinweite dehnbarer sein. Anschließend den Hosenschnitt ringsum mit Stecknadeln fixieren und mit 1 cm Nahtzugabe bzw. 3 cm für den Hosensaum zuschneiden. Sie erhalten ein linkes und ein rechtes Hosenbein.
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Die zugeschnittenen Hosenbeine aufeinanderliegen lassen und die vordere sowie hintere Mittelnaht mit Stecknadeln versehen und mit einer Overlock schließen.
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Jeweils das rechte und linke Hosenbein rechts auf rechts aufeinanderlegen, entlang der vorderen Mittel-naht feststecken. Dabei darauf achten, dass vodere und hintere Mittelnaht aufeinandertreffen. Naht in einem Arbeitsgang (von Hosensaum zu Hosensaum) schließen.
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Den Taillenbund aus dem Reststoff mit 1 cm Nahtzugabe zuschneiden. Auch hier sollte das Schnittteil für den Bund der Länge nach am dehnbarsten sein. Die Schnittkanten des Bundes der Länge nach (links auf links) zur Hälfte aufeinanderlegen und bügeln, sodass eine obere Bundkante (Bruch) entsteht. Anschließend die kurzen Seiten der beiden Bundstreifen rechts auf rechts liegend zu einem Kreis schließen und die Nahtzugaben vorsichtig auseinander bügeln. Länge des Gummibandes an die Taillenweite anpassen. Das Gummiband sollte etwas kürzer sein als der Taillenumfang, aber nicht zu eng, so dass er nicht einschnürrt. Beide Enden von dem Gummiband übereinander legen und flach zusammennähen. Anschließend das geschlossene Gummiband in den Taillenbund legen. Da das Gummiband etwas kürzer sein wird als der Bund, die Mehrweite gleichmäßig verteilen und mit Stecknadeln fixieren.
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Gummiband in den Taillenbund legen. Da das Gummiband etwas kürzer sein wird als der Bund, die Mehrweite gleichmäßig verteilen und mit Stecknadeln fixieren.
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Nun die Schnittkanten von Bund und Hose (Taillenweite) rechts auf rechts stecken. Auch hier die Mehrweite gleichmäßig verteilen.
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Jetzt muss nur noch der Hosensaum genäht werden. Die Hose auf rechts wenden und 5 cm nach außen auf rechts umschlagen (zunächst auf die falsche Seite umgschlagen). Nun den Saum nochmals hälftig falten, so dass die Schnittkante an den unteren Stroffbruch liegt. Den dreilagig gefalteten Saum feststecken.
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Die Hose auf links wenden und den dreilagigen Saum nähen. Wenn überhaupt nur ein wenig von der Nahtzugabe mit dem Messer wegschneiden, damit der Saum nicht zu kurz wird. Die Fadenenden sichern, den Saum umschlagen und vorsichtig bügeln.
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Und fertig ist die Leggings! Ging doch ganz leicht – warum nicht gleich noch ein paar mehr nähen :)
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Diese Nähanleitung wurde erstellt von:


Janek Leśniak – Modedesigner – hält zusammen mit JUKI Schneiderkurse in Warschau. Durch seinen Blogg (janlesniak.wordpress.com) steckt er andere mit seiner Leidenschaft, eigene Kleider zu entwerfen, an. Dort verrät er sein Arkanum (seine Geheimtipps) seines Berufes. Mit der Kombination aus handwerklichen Können und Design schafft er ein Verständnis für Qualität und die Bekleidungs-industrie für Menschen, die außerhalb dieser Branche stehen. Er kann auf 15 Jahre Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Marken wie Reserverd, House und Big Star zurückblicken. Janek Leśniak kreiert unabhängig eigene Kollektionen und gibt Unterricht an der Designschule „Cracow School of Art and Fashion Design“. Massenmode lehnt er ab zugunsten seiner Leidenschaft unter seinem eigenen Namen seine Mode zu kreieren. Seine Webseite ist: janlesniak.pl